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Tabugrenzen neu erleben!







Dein Neid ist meine Anerkennung - Dein Hass,mein Sieg!!!

Mein Feind, der Handywecker

February 1st, 2009 by admin

um 07:07 riss meine mutter die tür in meinem zimmer auf und mich gleichzeitig aus dem schlaf mit dem ausruf: “morning!”

> wieso? weil ich immer von meiner mama geweckt werde? nein, der kack handywecker hat nich geklingelt. <

BÄM! die augen auf. morning? wie morning? ist es schon morning? wieso rede ich englisch? gerade eben wollte der veranstalter von irgend einem tuningtreffen mir doch noch einen pokal für meinen komplett nach meinen wünschen fertiggestellten golf geben. die playboyhasen standen schon fürs shooting bereit. bleibt immernoch die frage: wieso englisch? die konnten doch alle deutsch, bis auf die schwedin, die könnte nur irgendwas, was ich sogar in meinem eigenen traum nicht verstanden habe. uhrencheck: 07:08, jetzt aber flott!

fertig! ein glück. jetzt schnell noch rein in die feinste ballonseidenhose, die komische kurze jacke an und schnell in die slipper schlüpfen…MIST! ICH BIN WIEDER EINGESCHLAFEN!

“fu**, viel zu spät”, dachte ich und stürmte ins badezimmer. direkt zähneputzen oder zuerst pinkeln? “aua”, schmerzen in der linken leistengegend, “zuerst pinkeln”, aber keine zeit, also beides gleichzeitig.

jetzt aber “fertig!”, schneller als die polizei erlaubt. wobei ich nicht glaube, dass die polizei punkte und bußgelder verteilt, wenn man sich zu schnell fertig macht. “mach dir nich über so viel scheiss gedanken, ZIEH DICH AN!”
schnell aus dem schlafkram aus, in die klamotten rein. uhrencheck: 7:24 *piep piep*
“scheisse, das wird eng”.
ab in die küche: flasche wasser und so einen behinderten smoothie (marke: Schwartau name: fruit2day geschmack erdbeere - orange fazit: trinkbar, oder essbar?) schnappen. kein obst im haus, juhu, es lebe die gesundheit! schnell noch zwei bis fünf brote zaubern, alles einpacken und ab gehts. schlüssel, portemonnaie, handy (du verräter!), jacke an und ab nach unten.

“bah, ekelwetter, oh gott, wie sehen denn die felgen aus? egal, keine zeit…” ins auto, sitzheizung auf stufe “eierbraten”, rucksack auf den beifahrersitz, portemonnaie in die seite, schlüssel rein: “brrrrouuuummmm…..” “knatter knatter” macht der diesel und wird, genauso wie ich vorher mit dem “morning”, diesmal aber von MIR selber, mit einer freundlichen schlüsselumdrehung aus dem schlaf geholt.

uhrencheck: fast 7:30 *piep piep*

zum glück bin ich schon unterwegs. endlich ist die blöde baustelle weg. da reißen die einfach die hauptdurchfahrtsstraße auf. absichern? “egal, sollen die doch selber gucken, dass die sich den wagen nich kaputt machen, WIR müssen da ja nicht drauf achten, denn wir reißen die straße ja auf.” danke, ihr idioten.

wie gesagt, weg ist die baustelle und das spart zeit. zeit? hab ich nicht, also kann ich auch keine zeit sparen. kurz vor krefeld, motor warm, nimmt gut gas an, ab geht die post. “wie 50 kmh? wieso ist hier 50? war hier nicht gestern noch “fahr so schnell du willst und lass dich nur nicht erwischen?”. röntgenblick nach vorne: bullen? blitzer? schlaglöcher? kinder? (man beachte, dass kinder an letzter stelle stehen, uuuhhhhh…ein raunen geht durch das auditorium….buuuhhhhhh….rowdy! jaja, my ass.)

alles nicht, spitze, “straße trocken - drauf den socken”. auch ein absolut behämmerter spruch, aber die straße ist nunmal trocken, also werd ich schneller fahren. mit den breiten pellen auf der karre rutschste´ ja schon wenn es klamm ist.

spitze: checkpoint charly! hier bin ich sonst immer um 7:35 uhrencheck: 7:45 *piep* *piep*
also nochmal “pedal to the metal”
(für alle, die der englischen sprache eher SEMI mächtig sind: pedal to the medal, kann man ins deutschen ungefähr mit “gas voll durchdrücken”, “bleifuß” etc übersetzen. check: bildungsauftrag erfüllt.)

“hier ist 50!” wer spricht da? ich glaube die selbe stimme die mit der schwedin auf dem tuningtreffen im traum geredet hat.
mist, hier ist wirklich 50. tachocheck: ungefähr 69,999999999999999. ich liege also noch im toleranzbereich.
ampel rot. zwei autos vor mir. da seh ich von hinten, von links und von rechts schon die welle kommen. nein, nicht die perfekte welle, sondern eher eine welle aus blech, auch berufsverkehr genannt.

zum glück hab ich nur 2 autos vor mir. “ja DENKST! pustekuchen! pech gehabt! dumm gelaufen!” und alle anderen phrasen die euch noch einfallen könnt ihr dahinterklatschen. vergisst der 1. einfach mal anzufahren und bleibt ne grünphase stehen. ich hab nen lkw hinter mir, komm da also nicht raus. bei ner ampelschlange ist der arsch definitiv vorne.
super, min 2-3 minuten verloren. endlich grün und der penner vorne biegt rechts ab, der andere fährt geradeaus, aber zum glück zügig. nächste ampel ist schon grün, der vor mir fliegt nach rechts ab. “wunderbar, freie bahn!”
jetzt muss es schneller gehen als eben. ampel rot…zeit zum cd wechsel. scheiss techno, damit kann doch keiner schnell fahren. eine cd mit der aufschrift “rock gemischt und bla” kommt im vollkommen von cds überfüllten handschuhfach zum vorschein. ein heller glanz und eine art schein umgibt diese cd, im radio spielt plötzlich ein auszug aus einem frauenchor-konzert: “hhhhhaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa”
“sehr schön, die muss reichen” rein damit, ampel grün, ab gehts. das erste ist ein schmuselied. schwuler song, ich brauch gas! das zweite is schon eher mein geschmack, aber zu langsam. “wer hat denn die gebrannt? handelt es sich etwa um eine kuschelrock 127 kopie?” zum glück nicht, sonst wäre ich vermutlich im auto heulend eingeschlafen. da kommt lied 5, der kracher, die bässe ballern, die geschwindigkeit steigt.
“ja! so schaffe ich das noch bis 8:00″ uhrencheck: 7:53 *piep* *piep*
jetzt wird es nochmal richtig eng. “ups, die ampel war kirschgrün” keine zeit für gewissensbisse, ich bin zu spät dran!
“fuck ,polizei” dann kommt es noch dicker. zweimal polizei und auch noch auf jeder spur eine streife. “ich krieg die krise”, denk ich und fahre gesittet die erlaubten 70. die knaller hätten mich von hinten eigentlich schon anfliegen sehen müssen, aber keiner reagiert auf mich. mein glück, denn das kostet nur zeit.
die biegen beide links ab und ich hab freie bahn, ich kann das büro schon sehen. letzter uhrencheck vorm ziel: 7:58 *piep* *piep*
mit etwas schwung um die kurve und dann nurnoch ein letzter sprint bis zum links abbiegen. ampel gelb, drüber, links ab, nochmal links über die durchgezogene linie und FINISH! ich bin rechtzeitig und direkt n parkplatz. gott ist eine frau und mag mich doch!
uhrencheck: 8:00 *piep* *piep*
aus dem auto raus, rucksack auf dem puckel, in die tür rein, eingangscode eingeben (den verrate ich aber nicht), treppe hoch, pc an, jacke aus, ab hintern schreibtisch und geschafft!
keine minute später kommt einer vorbei: “guten morgen herr maxen, pünktlich wie immer”
“guten morgen herr XXXXXX, aber natürlich”

puh…so ein mist schon am frühen morgen, ab 16:45 is sense und dann wird sprit gespart, mein terrordiesel will liebkost werden, sonst frisst der genauso viel wie n 3er bmw.

ich stelle mir einen ersatzwecker, der handywecker hat mich heute verraten! das geht so nicht weiter.

fazit: sonne ist hell, regen ist nass und italienisches eis ist lecker.

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